Notizen aus der Kranprovinz

22.06.2014

Wiederkehrende Kranprüfungen Immer wieder taucht die Frage auf, ob bei Kranprüfungen eine Prüfplakette geklebt werden muss und welches Datum diese anzeigen muss. Diese Problematik wurde bei der DGUV im Themenfeld Krane diskutiert und wie folgt entschieden:

  • Die Prüfplakette ist keine Pflicht, maßgebend ist immer der Prüfbericht.
  • Die Plakette darf nicht geklebt werden, wenn der Kran nicht frei von Mängeln ist, die die Sicherheit gefährden.
  • Eine eindeutige Aussage des Prüfers, ob Bedenken gegen den Weiterbetrieb bestehen oder nicht, muss im Prüfbericht enthalten sein.
  • Wichtig ist, das der Betreiber des LKW – Ladekrans den Prüfbericht unterschreibt und die evtl. Mängel zur Kenntnis nimmt.
Prüfung von Lasthaken Im September 2009 ereignete sich ein Lastabsturz, aufgrund eines Bruches eines Lasthakens im Hakenschaft (Einfachhaken Nr. 25 nach DIN 15400 - siehe Bild). Nach weiteren durchgeführten Untersuchungen an verschiedenen Haken kann folgendes festgestellt werden:
  • Aus den Kranbewegungen heraus können Biegebeanspruchungen auf den Hakenschaft übertragen werden.
  • Dadurch können Anrisse im Hakenschaft (insbesondere im Gewindeübergang) auftreten, auch wenn keine Verformungen am Haken feststellbar sind.
  • Deshalb wird empfohlen, dass bei betriebsbedingt auftretenden Biegebeanspruchungen im Hakenschaft, bei Einsatzzeiten ≥ 10 Jahre gezielt eine Überprüfung auf Anrisse im Hakenschaft durchgeführt wird. Die Überprüfung kann durch Demontage des Hakens oder durch eine besondere Ultraschallprüfung in Richtung der Längsachse des Hakenschaftes erfolgen.
Anschluss HEW und BEHW (Höhenwarneinrichtung und Sicherung der seitlichen Auszugskästen) Nach EN 12999:2013 Punkt 5.6.1.3: Wenn der 1. Ausleger nicht ordnungsgemäß abgelegt ist (wie in 5.4.3.1 und 7.2.3.4 beschrieben)“, muss eine in der Fahrzeugkabine (Führerhaus) sichtbare und hörbare Anzeige dies anzeigen. Die akustische Warnung kann durch einen Quittiertaster oder durch ein Signal abgestellt werden, dass die Parkbremse des Fahrzeuges eingerückt ist.

Nach EN 12999:2013 Punkt 5.6.1.5: Krane mit manuell betätigten Abstützungsverbreiterungen müssen eine in der Fahrzeugkabine (Führerhaus) sichtbare und hörbare Warneinrichtung haben, welche anzeigt, wenn die Abstützungen nicht in der Transportstellung festgestellt sind.

Krane mit hydraulisch betriebenen Abstützungsverbreiterungen müssen eine in der Fahrzeugkabine (Führerhaus) sichtbare und hörbare Warneinrichtung haben, welche anzeigt, wenn sich die Abstützungen nicht in der Transportstellung befinden. Die akustische Warnung kann durch einen Quittiertaster abgestellt werden oder durch ein Signal, dass die Feststellbremse des Fahrzeugs eingerückt ist.

Fabrikschild

Nach EN 12999:2013 Punkt 7.3.3: Fabrikschild des Ausrüstungsbetriebes (Montagebetrieb, Fahrzeugaufbauer)/ Kranaufbauers)

Es muss ein Fabrikschild des Ausrüstungsbetriebes (Montagebetrieb, Fahrzeugaufbauer)/Kranaufbauer) am Kran oder an der Unterkonstruktion angebracht werden, welches die folgenden Informationen enthält:

 

 

a) Name und Adresse des Kranaufbauers;

 

b) Jahr der Montage

 

c) Seriennummer des Kranes, des Fahrgestells oder Kennzeichen des Fahrzeuges (falls anwendbar).

 

d) Ein CE – Zeichen